Im Flurbereinigungsverfahren
1967 hatte die Gemeinde Maroth einen Teil ihrer verstreut liegenden
Ländereien
in diese Feuchtwiese legen lassen, um hierdurch den Vorbesitzern an
anderen
Stellen landwirtschaftlich besser nutzbare Flächen zu
übereignen. Durch einen
künstlich angelegten Damm, quer durch das Wiesental, entstand eine
aufstaubare
Fläche von etwa 10 Hektar. Die Flutung erfolgte im Mai 1971.Das
Fassungsvermögen des
Waldsees beträgt bei Normalstau, der durch den Mönch im
Staudamm geregelt wird,
rund 100.000 Kubikmeter. Das Wasser erreicht vom flachen Zulauf im
Norden nach
rund 600 Metern eine Tiefe von bis
zu
fünf Metern beim Mönch. In seiner Funktion als
Hochwasserrückhaltung nach
starken Regenfällen kann etwa die gleiche Menge Wasser noch einmal
dazu
aufgenommen werden, bevor das Wasser über den Notüberlauf
wieder dem Grenzbach zugeführt
wird, um über Holzbach und Wied in den Rhein zu
gelangen.
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Ursprünglich
als
Hochwasserrückhaltebecken konzipiert, überlegte man sich
weitere
Nutzungsmöglichkeiten und schuf mit der Anlage des Campingplatzes
mit Badesteg
und „Seehaus“-Gaststätte am Ostufer, sowie der Zulassung
verschiedener Wassersportarten
wie auch der Fischerei, eine Fremdenverkehrsanlage, die sich in
kürzester Zeit
allgemeiner Beliebtheit erfreute. Eigentümer des Waldsees
ist
die Gemeinde Maroth in der Verbandsgemeinde Selters. Die vorgenannten
Nutzungen
sind an örtliche Vereine verpachtet. So betreibt der Angelverein
Waldsee Maroth
e.V. die Fischerei und der Kur- und Verkehrsverein Waldsee Maroth e.V.
den
Campingplatz. Heute
dient die gesamte Anlage vielen Erholungssuchenden als Oase der Ruhe,
am
Campingplatz, wie besonders auch an den Ufern beim Angeln.
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